Teilstationäre Angebote - Kinder- und Jugendhilfe​ Maria Schutz

Teiltationäre Hilfen - Unterstützung im Alltag

Teilstationär: Was heißt das eigentlich?

Teilstationäre Betreuungsangebote der Kinder- und Jugendhilfe verbinden pädagogische Unterstützung mit der Einbindung in das familiäre Umfeld. Kinder und Jugendliche verbringen den Tag in einer betreuten Einrichtung, meist im Anschluss an die Schule, und kehren abends in ihr Zuhause zurück. Im Unterschied zur vollstationären Unterbringung bleiben sie somit in ihrem gewohnten Lebensumfeld verankert, während sie gleichzeitig eine strukturierte, pädagogisch begleitete Tagesbetreuung erhalten. Darüber hinaus bieten wir eine intensive Elternarbeit an, die die Erziehungskompetenzen der Eltern stärken und ausbauen sollen.

Die teilstationäre Hilfe bietet:

  • gezielte Förderung sozialer, emotionaler und schulischer Kompetenzen
  • eine sicherheitsorientierte Tagesstruktur mit festen Bezugspersonen
  • intensive Elternarbeit, um Familien im Alltag zu stärken
  • und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendämtern und Fachdiensten


Teilstationäre Angebote kommen zum Einsatz, wenn:

  • die familiäre Situation belastet, aber grundsätzlich tragfähig ist
  • Familiensysteme im Erziehungsalltag Unterstützung benötigen
  • das Kind durch zusätzliche Förderung stabilisiert und entlastet werden soll


Unsere Tagesgruppen als teilstationäre Maßnahme bieten somit eine wertvolle Schnittstelle zwischen Familie und zuständigem Jugendamt: alltagsnah, bindungsorientiert und mit dem Ziel, Überforderungen zu vermeiden und Entwicklung zu fördern.

kurz vorgestellt

unsere TAGESGRUPPE Franziskus

Alltagsstruktur, Familienanbindung, individuelle Förderung

Die Tagesgruppe Franziskus auf dem Gelände von Maria Schutz richtet sich vorwiegend an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, die im familiären Umfeld leben, jedoch im Alltag pädagogische Unterstützung benötigen. Ziel ist es, den Verbleib in der Herkunftsfamilie zu sichern und die Familie durch eine verlässliche Tagesstruktur zu entlasten. Die Kinder werden an Schultagen nachmittags betreut: mit gemeinsamem Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, entwicklungsfördernden Freizeitangeboten und gezielter sozial-emotionaler Förderung.

Ein wichtiger Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. In regelmäßigen Familien- und Beratungsgesprächen und begleitete Eltern-Kind-Interaktionen werden Erziehungskompetenzen gestärkt und familiäre Ressourcen aktiviert.

Übersicht

FREIE PLÄTZE

Sie möchten sich über aktuelle freie Plätze in unseren stationären Angeboten informieren? Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Verschaffen Sie sich hier eine Übersicht über unsere freien Plätze.

Erfahren Sie mehr

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Unsere teilstationäre Hilfe richten sich an Kinder im Grundschulalter von 6 bis etwa 12 Jahre, die in ihrer Entwicklung, im schulischen Bereich oder im sozialen Verhalten Unterstützung benötigen. Sie eignet sich besonders, wenn eine vollstationäre Unterbringung nicht erforderlich, aber der Alltag zu Hause und/oder in anderen Lebensbereichen (z.B. Schule / OGS etc.) herausfordernd ist.

Ziel ist es, den Verbleib des Kindes in der Familie zu sichern, die Familiensysteme zu entlasten und das Kind in seiner emotionalen, sozialen und schulischen Entwicklung zu fördern und zeitgleich zu stabilisieren. Gleichzeitig werden Erziehungskompetenzen der Eltern gestärkt – zum Beispiel durch Beratung und begleitende Gespräche.
Nach dem Schulbesuch kommen die Kinder in die pädagogisch begleitete Tagesgruppe, wo sie ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, soziales Lernen und pädagogische Freizeitangebote erhalten. Am Abend kehren sie in ihre Familie zurück.
Bei stationären Hilfen liegt der Lebensmittelpunkt der Kinder- und Jugendlichen in der Einrichtung. Bei teilstationären Angeboten hingegen bleiben sie in ihrer Familie und werden tagsüber betreut. Das ermöglicht eine enge Bindung zur Familie bei gleichzeitiger strukturierter Förderung für das ganzheitliche Familiensystem.

Eltern erhalten pädagogische Beratung, Entlastung und Unterstützung im Erziehungsalltag. Durch regelmäßige Eltern- und Familiengespräche werden die Erziehungskompetenzen erweitert und gestärkt. Das bietet den Kindern und dem Familiensystem Orientierung und Sicherheit. So können mögliche Konfliktsituationen frühzeitig erkannt werden, um diese zu umgehen.

Die Kosten werden in der Regel vom zuständigen Jugendamt übernommen. Genauere Informationen erhalten Sie direkt beim Jugendamt Ihres Wohnortes.

Die Aufnahme in unsere Tagesgruppe erfolgt über eine Anfrage des zuständigen Jugendamtes, nachdem gemäß § 32 SGB VIII („Hilfe zur Erziehung in einer Tagesgruppe“) eine entsprechende Hilfe für die Sorgeberechtigten bzw. Familien bewilligt wurde. Das Jugendamt prüft im Rahmen eines Hilfeplanverfahrens, ob eine teilstationäre Maßnahme sinnvoll ist. Gemeinsam mit den Sorgeberechtigten, dem Kind und Träger wird das passende Unterstützungsangebot festgelegt.