Josefgruppe - Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz

Die Josefgruppe ist eine heilpädagogisch orientierte Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz in Overath. Hier leben zehn Kinder im Alter ab 6 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Familie leben können.

Die Kinder erleben ein verlässliches Beziehungsangebot und erfahren eine vorhersehbare Struktur, die ihnen Orientierung bietet. Das Haus der Josefgruppe liegt auf dem Stammgelände der Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz in einer grünen Umgebung mit Spielplätzen sowie vielfältigen Freizeit- und Sportmöglichkeiten.

Die Besonderheit der Josefgruppe liegt in ihrer heilpädagogischen Ausrichtung. Hier wird pädagogische Alltagserziehung mit gezielter Entwicklungsförderung verbunden. Aufgenommen werden Kinder, die in ihrer Entwicklung besondere Unterstützung benötigen.

In der pädagogischen Arbeit orientieren wir uns am Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson und gestalten das Handlungskonzept in Anlehnung an „Heilpädagogischen Erziehungshilfe und Entwicklungsförderung“ nach Köhn.

Unsere Schwerpunkte liegen in der Alltagsbegleitung, der Kleingruppenarbeit sowie in der regelmäßigen Einzelbegleitung, die für jedes Kind einmal wöchentlich in einem individuell vereinbarten Termin stattfindet.

Bei der Entwicklungsbegleitung beziehen wir die entwicklungsrelevanten Faktoren der Lebensgeschichte und unsere Beobachtungen ein. Daraus ergibt sich die individuelle Entwicklungsplanung mit konkreter Zielsetzung für das jeweilige Kind. Dabei orientieren wir uns an den Ressourcen, Kompetenzen und Interessen des Kindes und finden individuelle Antworten auf die Frage:

„Was braucht das Kind, um den nächsten Entwicklungsschritt gehen, sich weiterentwickeln und zunehmend angemessen an seiner Umwelt partizipieren zu können?“

Fürsorge und Herausforderung sind dabei bedeutsame Handlungsprinzipien, die so eingesetzt werden, wie es für die individuelle Weiterentwicklung des Kindes bzw. des Jugendlichen nötig ist.

Aus der Annahme heraus, dass jedes Verhalten eines Kindes Sinn macht, wird scheinbar abwegiges und altersunangepasstes Verhalten mit folgendem Schwerpunkt hinterfragt: „Was braucht das Kind, damit es dieses Verhalten nicht mehr benötigt?“

Unser pädagogisches Handeln zielt darauf ab, die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, ihre Entwicklungsprozesse zu begleiten und ihnen somit die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

EIN ORT, AN DEM ALLTAG UND ENTWICKLUNG ZUSAMMENFINDEN...

Die Gruppe richtet sich an Kinder, die in ihrer emotionalen, sozialen oder kognitiven Entwicklung besondere Unterstützung benötigen.

Nicht aufgenommen werden Kinder, deren körperliche Beeinträchtigungen aufgrund baulicher Gegebenheiten nicht ausreichend berücksichtigt werden können (z. B. dauerhafte Rollstuhlnutzung), Kinder mit einem sehr hohen Unterstützungsbedarf im Bereich der kognitiven Entwicklung sowie Kinder mit tiefgreifenden psychiatrischen Störungsbildern, die eine intensivpsychiatrische Versorgung erfordern.

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Josefgruppe Wohngruppe für Kinder

Konzeptspezifische Leistungsmerkmale:

Erziehungsleitung

Friedhelm Ohlig Erziehungsleitung

Ansprechpartner

Das sagt die Erziehungsleitung Herr Ohlig über die Josefgruppe

Die Josefgruppe verbindet Fachlichkeit mit echter Feinfühligkeit. Das Team schaut hinter das Verhalten und gibt den Kindern Sicherheit, Struktur und verlässliche Beziehungen. Hier dürfen sie erfahren: Ich bin richtig, genau so, wie ich bin.

unsere

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Unser

FaQ - FRAGEN UND aNTWORTEN

Die Josefgruppe ist eine heilpädagogisch orientierte stationäre Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz. Hier leben Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, die in einem klar strukturierten, liebevollen Umfeld betreut und individuell gefördert werden.

Für Kinder mit emotionalen, sozialen oder entwicklungsbedingten Auffälligkeiten, Verzögerungen, Autismus-Spektrum-Störungen oder psychischen Belastungen, die heilpädagogische Begleitung benötigen.

Der Tagesablauf ist klar gegliedert: gemeinsame Mahlzeiten, Schule, Freizeit, Hausaufgaben, Spiel und Rituale. Feste Strukturen geben Sicherheit und gleichzeitig bleibt Raum für individuelle Bedürfnisse, Einzelförderung und freie Entfaltung.

Nach dem Konzept der Heilpädagogischen Erziehungshilfe nach Köhn:

  • Alltagsbegleitung & Einzelarbeit
  • Kleingruppenförderung
  • Beobachtung, Entwicklungsplanung & individuelle Ziele
  • Ressourcenorientiertes Arbeiten („Was braucht das Kind, um sich weiterzuentwickeln?“)
  • Jedes Verhalten wird als Ausdruck eines Bedürfnisses verstanden.

Elternarbeit ist integraler Bestandteil: regelmäßige Gespräche, Besuchswochenenden, Beratung und gemeinsame Perspektiventwicklung. Ziel ist die Stärkung der Erziehungskompetenz und wenn möglich eine Rückführung des Kindes.

Ein Team aus Heilpädagog*innen, Sozialpädagog*innen und Erzieher*innen.

Über das zuständige Jugendamt nach §§ 27, 34, 35a SGB VIII. Nach einem Kennenlernen und einer Aufnahmeplanung wird gemeinsam entschieden, ob die Josefgruppe die passende Hilfeform ist.

Die Verbindung aus pädagogischer Nähe und heilpädagogischer Fachlichkeit. Kinder erleben hier einen geschützten Rahmen, in dem sie Schritt für Schritt begleitet mit Herz und Kompetenz Vertrauen, Selbstwert und neue Lebensfreude entwickeln können.