Stationäre Angebote - Kinder- und Jugendhilfe​ Maria Schutz

Stationäre Hilfen - GEBORGENHEIT. STRUKTUR. ENTWICKLUNG.

Was heißt stationär eigentlich?

Die stationäre Hilfe bietet Kindern und Jugendlichen, die vorübergehend oder dauerhaft nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, einen geschützten Lebensraum mit pädagogischer Begleitung. Im Gegensatz zu teilstationären und ambulanten Angeboten wohnen die jungen Menschen rund um die Uhr in der unserer Einrichtung.

Das Ziel der stationären Unterbringung ist es, eine stabile Lebensumgebung zu schaffen, in der die Kinder und Jugendlichen Verlässlichkeit, Sicherheit und individuelle Förderung erfahren. Dabei stehen emotionale Stabilisierung, Persönlichkeitsentwicklung sowie schulische und soziale Integration im Mittelpunkt.

Unterschiede kurz erklärt

unsere stationären AnGEBotsarten

Die stationären Wohnformen der Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz in Overath bieten ein differenziertes Angebot für Kinder und Jugendliche verschiedenster Altersgruppen mit geschlechtsgemischten sowie geschlechtsspezifischen Wohngruppen, heilpädagogischen Konzepten und einem klaren Fokus auf Sicherheit, Entwicklung und Beziehungsarbeit. Unsere Unterbringungsformen orientieren sich am jeweiligen Entwicklungsstand, der individuellen Lebenssituation und dem pädagogischen Bedarf des jungen Menschen. Die Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz bietet in Overath und Umgebung vielfältige stationäre Betreuungsformen, die sich in Zielgruppen, Betreuungsintensität und pädagogischem Konzept unterscheiden. Unsere Angebote richten sich stets nach dem Kindeswohl und den konkreten Bedürfnissen des jungen Menschen.

Details finden sie im aufklapper!

Unsere Wohngruppen bieten Kindern und Jugendlichen im Alter von ca. 6 bis 18 Jahren ein verlässliches Zuhause mit einem klar strukturierten Alltag. Die 24-Stunden-Betreuung erfolgt durch erfahrene Fachkräfte, die Bindung, Förderung und Alltagserleben in den Mittelpunkt stellen. Alle Wohngruppen befinden sich auf dem Gelände von Maria Schutz.

Besonderheiten:

  • familienähnliches Gruppenleben
  • pädagogische Alltagsstruktur
  • feste Bezugspersonen und individuelle Förderung


Unsere Wohngruppen bieten Kindern und Jugendlichen in einem familiären Umfeld Sicherheit und Struktur. Diese Gruppen sind ideal für Kinder, die eine intensive Betreuung und Unterstützung benötigen. Sie bieten ein stabiles Zuhause mit festen Bezugspersonen und einem klar strukturierten Alltag. Darüber hinaus bieten wir außerhalb unseres Geländes weitere Wohngruppen an, vgl. Außenwohngruppen & BeWo.

Für Kinder im Alter von 6-12 Jahren, die besondere emotionale, soziale oder entwicklungsbezogene Unterstützung benötigen, bieten wir eine speziell ausgerichtete heilpädagogische Wohngruppe. In einem geschützten und strukturierenden Umfeld erhalten die Kinder individuelle Förderung, stabile Beziehungen und gezielte pädagogische Begleitung. Diese Gruppe richten sich insbesondere an Kinder mit herausfordernden Lebenserfahrungen, Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten, für die eine intensive, fachlich fundierte Betreuung notwendig ist.

Kennzeichen unserer heilpädagogischen Gruppe:

  • vertrauensvolle Beziehungsarbeit und klarer Alltag
  • individuelle Förderpläne mit Blick auf Stärken und Potenziale
  • enge Kooperation mit Therapeut*innen, Schulen und Fachdiensten
  • kleine Gruppe mit hoher Betreuungsintensität und fester Bezugsperson


Unser heilpädagogisches Angebot schafft einen Raum, in dem Kinder zur Ruhe kommen, Vertrauen aufbauen und nachhaltig in ihrer Entwicklung gestärkt werden.

Unsere Außenwohngruppen bieten Kindern und Heranwachsenden eine geschützte, überschaubare Wohnform außerhalb der Haupteinrichtung. Diese Gruppen zeichnen sich durch eine besonders familiäre Atmosphäre aus und sind in Wohnhäusern in der Region angesiedelt. Sie bieten Kindern mit belastenden Lebenserfahrungen ein stabiles Umfeld mit festen Bezugspersonen, klarer Tagesstruktur und individueller Förderung.

Darunter fallen auch unsere familienorientierte sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften, kurz SPLGs:
Ein besonderes Angebot innerhalb der Außenwohngruppen sind unsere sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften: Hier leben Kinder dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum im Haushalt einer pädagogisch ausgebildeten Fachkraft, die gemeinsam mit ihrer eigenen Familie ein Zuhause auf Zeit bietet.
Diese familienorientierte Form der stationären Betreuung verbindet die Vorteile einer verlässlichen Alltagsstruktur mit dem Schutz und der Nähe familiären Zusammenlebens.

Unsere Außenwohngruppen und SPLGs stehen für eine individuelle, beziehungsorientierte Betreuung von Kindern, die Geborgenheit, Sicherheit und Entwicklung in einem geschützten und alltagsnahen Umfeld suchen.

Gibt es Inobhutnahmegruppen in Overath bzw. soll diese Unterscheidung vorgenommen werden??

Unser pädagogisches Handeln basiert auf Beziehung, Struktur und Ressourcenorientierung. Ob kurzfristige Krisenhilfe in der Inobhutnahme oder langfristige Betreuung in heilpädagogischen Gruppen, wir entwickeln mit jedem jungen Menschen und dem zuständigen Jugendamt ein individuelles Unterstützungsangebot. Unsere stationären Angebote ermöglichen alters- und bedarfsgerechte Betreuung, die weit über eine sichere Unterbringung hinausgeht: Wir fördern Ressourcen, stärken Selbstwert und gestalten Übergänge in Schule, Ausbildung oder ein selbstständiges Leben aktiv mit. Erfahren Sie hier mehr zu unseren Verselbstständigungsangeboten.

ALTERS- UND GESCHLECHTSGEMISCHTE GRUPPEN: AUSRICHTUNG DER ANGEBOTSARTEN KURZ ERKLÄRT

Darüber hinaus unterscheiden wir unsere Betreuungsangebote nach Alter. In der Regel sind unsere stationären Betreuungsangebote geschlechtsgemischt. Wir bieten aber auch eine altersgemischte reine Mädchenwohngruppe außerhalb unseres Geländes an.

In unseren spezialisierten Kleinkindgruppen betreuen wir Kleinkinder bis ca. 8 Jahre, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Familie verbleiben können. Die Betreuung erfolgt durch pädagogisches Fachpersonal mit enger medizinischer und therapeutischer Begleitung.

Besonderheiten:

  • hohe Betreuungsdichte
  • bindungsorientierter Alltag
  • entwicklungsfördernde Frühpädagogik
  • enge Zusammenarbeit mit Kinderärzt*innen, Frühförderstellen und Familiengerichten

Unsere Kinderwohngruppen richten sich an Kinder im Grundschulalter bis zur frühen Pubertät. Hier schaffen wir einen liebevollen, strukturierten Alltag mit festen Bezugspersonen, pädagogischen Ritualen und individueller Förderung.

Besonderheiten:

  • heilpädagogischer Ansatz mit Fokus auf Beziehungsarbeit
  • Förderung von Alltagskompetenzen, schulischer Entwicklung und sozialem Verhalten
  • intensive Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern und Therapeut*innen
  • altersgerechte Freizeitangebote und Alltagsstruktur

Jugendliche ab 14 Jahren leben in altersgerechten Gruppen mit mehr Selbstverantwortung und Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben. Die pädagogische Begleitung erfolgt mit klaren Regeln, viel Gesprächsraum und gezielter Lebensplanung.

Besonderheiten:

  • Förderung der Selbstständigkeit und Lebenspraxis
  • schulische und berufliche Orientierung
  • eigenverantwortliche Freizeitgestaltung
  • Unterstützung bei Verselbständigung oder Übergang in betreutes Wohnen


Zudem bieten wir individuelle Verselbstständigungsangebote für die Begleitung und Betreuung nach der Jugendwohngruppe an, darunter Betreutes Wohnen. Erfahren Sie
hier mehr.

unsere

Stationären AnGEBOTE

Die Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz in Overath bietet eine Vielzahl an stationären Angeboten, die gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen abgestimmt sind. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, können Sie hier gezielt nach der Angebotsart filtern und sehen dann die Altersgruppen und geschlechtsspezifischen Wohngruppen.

Übersicht

FREIE PLÄTZE

Sie möchten sich über aktuelle freie Plätze in unseren stationären Angeboten informieren? Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Verschaffen Sie sich hier eine Übersicht über unsere freien Plätze.

Erfahren Sie mehr

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FaQ - FRAGEN UND aNTWORTEN

Die stationäre Jugendhilfe ist ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe, bei dem Kinder und Jugendliche außerhalb ihres Elternhauses in einer betreuten Einrichtung leben. Sie bietet Schutz, pädagogische Begleitung und individuelle Förderung für junge Menschen, deren Wohl im familiären Umfeld gefährdet ist oder die besondere Unterstützung benötigen.

Regelgruppen und heilpädagogische Gruppen sind beide stationäre Betreuungsformen für Kinder und Jugendliche, unterscheiden sich jedoch in ihrem pädagogischen Schwerpunkt und der Betreuungsintensität.

  • Regelgruppen richten sich an junge Menschen, die keinen spezifischen therapeutischen oder heilpädagogischen Förderbedarf haben, aber nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Der Fokus liegt auf einem strukturierten Alltag, sozialem Lernen und stabilen Beziehungen.
  • Heilpädagogische Gruppen betreuen Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, z. B. aufgrund von emotionalen Belastungen, Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Hier arbeiten pädagogische Fachkräfte in enger Kooperation mit Therapeut*innen. Die Betreuung ist intensiver, individueller und oft mit einem besonderen Förderplan verbunden.


Kurz gesagt:
Regelgruppen bieten stabile Alltagsstruktur, heilpädagogische Gruppen zusätzlich therapienahe, individuell ausgerichtete Förderung.

Wohngruppen befinden sich in der Regel auf dem Gelände einer größeren Einrichtung. Sie bieten mehr Plätze, eine klare Alltagsstruktur und sind eng an pädagogische Fachdienste angebunden, ideal für Kinder und Jugendliche mit einem hohen Unterstützungsbedarf.

Außenwohngruppen sind kleiner, dezentral gelegen und in normalen Wohnhäusern untergebracht. Sie bieten eine familiärere Atmosphäre, mehr Alltagsnähe und richten sich an junge Menschen, die bereits mehr Selbstverantwortung übernehmen können.

Beide Wohnformen gewährleisten eine 24-Stunden-Betreuung, unterscheiden sich jedoch in ihrer Größe, Wohnform und pädagogischen Ausrichtung.

Ja. Unsere Tagesgruppe ist ein teilstationäres Angebot für Kinder zwischen 6-12 Jahre, die tagsüber pädagogisch betreut werden und am späten Nachmittag in ihrem Elternhaus zurückkehren. Dieses Angebot stärkt die Familie und unterstützt bei schulischen, sozialen und emotionalen Herausforderungen.

Eine stationäre Unterbringung erfolgt nur nach fachlicher Einschätzung durch das zuständige Jugendamt. Voraussetzung ist, dass eine Unterbringung im Elternhaus nicht mehr dem Wohl des Kindes dient oder intensive pädagogische Betreuung notwendig ist. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe nach §§ 27 ff. SGB VIII.

Die Dauer ist individuell verschieden. Manche Kinder und Jugendliche bleiben nur wenige Wochen (z. B. bei einer Inobhutnahme), andere über Monate oder Jahre. In jedem Fall wird die Unterbringung regelmäßig mit dem Jugendamt und ggf. den Eltern überprüft und an die Entwicklung des Kindes bzw. jungen Menschen angepasst.
Die Kosten für stationäre Angebote trägt in der Regel das zuständige Jugendamt. Für Eltern kann ggf. ein einkommensabhängiger Kostenbeitrag anfallen. Über die genauen Regelungen informiert das Jugendamt Ihres Wohnortes.
Die Anmeldung erfolgt in der Regel über das Jugendamt. Die Aufnahme erfolgt immer in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Ihres Wohnortes.